Wir haben sicherlich nicht jeden Tag etwas zu berichten, aber wenn, dann lesen Sie es hier zuerst.

  •  

    06. Dezember 2021

     

    Die "Holger Danske" tritt heute ihre letzte Reise an

    Die Fähre "Holger Danske" wurde 1976 in der Aalborg-Werft gebaut und auf der Strecke Helsingør-Helsingborg (Dänemark-Schweden) eingesetzt. Hier war sie bis 1991 in Betrieb. Danach verkehrte die "Holger Danske" mehrere Jahre zwischen Kalundborg und Samsø, bevor sie nach einem Umbau 1999 Gefahrguttransporte auf der Strecke Puttgarden-Rødby übernahm. Auf dieser Strecke verkehrte die Fähre bis April 2020 und wurde dann aufgrund der Corona-Pandemie aus dem Verkehr gezogen.

    Nun ist es Zeit für die letzte Fahrt. Die "Holger Danske" verlässt heute Rødby in Richtung Grenå, genauer gesagt nach Fornæs Ship Recycling.

    Fornæs verfügt über alle erforderlichen Genehmigungen für eine umweltfreundliche Schiffsabwrackung und den Umgang mit gefährlichem Schrott. Die Bedingung einer umweltfreundlichen Abwrackung der "Holger Danske" ist im Vertrag mit Fornæs festgeschrieben.

    Mit gemischten Gefühlen verabschieden wir uns von diesem stets zuverlässigen Schiff aus unserer Flotte und freuen uns bereits auf die Inbetriebnahme unserer ersten emissionsfreien Fähre auf der Strecke Puttgarden-Rødby im Jahr 2024.

     

  •  

    08. November 2021

    Scandlines bestellt emissionsfreie Fähre für die Strecke Puttgarden-Rødby

    Scandlines hat mit der türkischen Werft Cemre einen Vertrag über den Bau einer emissionsfreien Frachtfähre für die Strecke Puttgarden-Rødby zwischen Deutschland und Dänemark geschlossen. Die Fähre wird 2024 in Betrieb gehen und die nächste Schiffsgeneration auf der Route einleiten.

    Das Schiff wird über eine Kapazität von 66 Frachteinheiten verfügen; damit wird die aktuelle Kapazität um 23 Prozent erhöht.

    Mit einer Überfahrtszeit von einer Stunde ist die Fähre emissionsfrei. Sie kann auch im Hybridbetrieb eingesetzt werden, so wie auch jetzt schon die Scandlines-Strecken zwischen Deutschland und Dänemark bedient werden. Im Hybridbetrieb beträgt die Überfahrtszeit 45 Minuten. Auf diese Weise kann die Fähre auch als Ersatzfähre eingesetzt werden, wenn eine der vier Doppelendfähren, die derzeit auf der Strecke Puttgarden-Rødby unterwegs sind, in der Werft ist.

    So wie bei den Fähren auf der Route Rostock-Gedser können sowohl auf dem oberen als auch auf dem unteren Deck Lkws befördert werden. Das bedeutet, dass Fährbett 1 in Puttgarden und Fährbett 3 in Rødby so umgebaut werden müssen, dass auch das obere Fahrzeugdeck mit Lkws beladen werden kann. Gleichzeitig wird im Terminal von Puttgarden ein neuer Bereich für Lkws geschaffen.

    Scandlines tauscht damit die beiden ältesten Schiffe der Flotte, die „Holger Danske“ und die „Kronprins Frederik“, aus.

    „Mit der größeren Kapazität sind wir in der Lage, dem steigenden Bedarf der Frachtkunden nachzukommen. Allein im Jahr 2021 ist die Anzahl der Frachteinheiten um zwölf Prozent gestiegen“, so Carsten Nørland, CEO von Scandlines.

    Mit einer emissionsfreien Fähre macht Scandlines einen großen Schritt auf ihrer grünen Reise. Die Fähre wird zunächst ausschließlich in Rødby in Dänemark aufgeladen. Schon im Jahr 2019 hatte Scandlines in ein Stromkabel mit 50 kV / 25 MW zum Færgevej in Rødbyhavn investiert. Dieses Kabel wird nun bis zu den Fährbetten verlängert, wo ein Transformator und eine Ladestation installiert werden. Auf Sicht ist geplant, auch in Puttgarden laden zu können, sobald eine gute Lösung für den Einkauf grüner Energie gefunden wurde.

    Der modulare Aufbau des Schiffs ermöglicht eine spätere Anpassung des Schiffs, sodass es dann auch Pkws befördern kann. Scandlines erreicht auf diese Weise maximale Flexibilität, sowohl im Hinblick auf die künftige Technologie als auch im Hinblick auf den Bedarf.

    „Bei Scandlines liegt der Fokus schon lange auf dem ganzen Bereich Nachhaltigkeit. Das Hybridsystem war ein Quantensprung im grünen Fährbetrieb. Scandlines hat nicht nur die weltgrößte Flotte an Hybridfähren, sondern unser System wird auch weltweit kopiert und ist ein gigantischer Erfolg. Jetzt sind wir bereit, den nächsten Schritt zu machen und die erste emissionsfreie Fähre einzusetzen. Damit steht die nächste Generation bereit, Puttgarden-Rødby zu übernehmen“, sagt Vagn Sørensen, Aufsichtsratsvorsitzender von Scandlines.

    „Der NABU begrüßt diesen weiteren großen Schritt der Reederei Scandlines auf dem Weg zur Emissionsfreien Schifffahrt ausdrücklich. Scandlines senkt nicht nur die eigenen Emissionen erheblich und beweist, dass auch größere Schiffe schon heute komplett ohne Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen Fahren können, sondern ebnet mit seiner Pionierrolle auch den Weg für die klimaneutrale Schifffahrt. Wir sind dankbar für diesen mutigen Schritt,“ so Sönke Diesener, Verkehrsreferent vom NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V.

    Daten der emissionsfreien Scandlines-Frachtfähre für die Route Puttgarden-Rødby:
    Länge: 147,4 Meter
    Breite: 25,4 Meter
    Design Tiefgang: 5,30 Meter
    Ladekapazität: 66 Frachteinheiten (ca. 1.200 Lademeter)
    Maximale Anzahl der Passagiere: 140
    Servicefahrt: 10 Knoten

  •  

    13. Oktober 2021

     

    Scandlines bereitet nächstes Fährschiff für ein Norsepower Rotorsegel vor

    Die Erfahrungen aus über einem Jahr Rotorsegel auf der Hybridfähre „Copenhagen“ sind so gut, dass Scandlines die Schwesterfähre „Berlin“ für die Ausstattung mit einem Norsepower Rotorsegel vorbereitet hat. Die Hybridfähre „Berlin“ fährt ebenfalls auf der Strecke Rostock-Gedser, anders als die „Copenhagen“ aber unter deutscher Flagge.

    Als Scandlines im Jahr 2019 beschloss, ein Norsepower Rotorsegel auf der Hybridfähre „Copenhagen“ zu installieren, bildeten technische Daten des Produzenten Norsepower Oy Ltd, Erfahrungen von wenigen anderen Reedereien sowie eigene Untersuchungen und Berechnungen die Grundlage. Das Norsepower Rotorsegel wurde im Mai 2020 installiert. Nun hatte Scandlines etwa ein Jahr Zeit, um Daten zu sammeln, wie das Rotorsegel auf der „Copenhagen“ funktioniert und welchen Effekt es speziell auf der Route zwischen Rostock im Süden und Gedser im Norden hat.

    „Wir hatten erwartet, dass das Rotorsegel auf der „Copenhagen“ zu einer CO2-Einsparung von vier bis fünf Prozent führen würde. Diese Erwartung wurde erfüllt, sodass wir nun bereit für den nächsten Schritt sind und deshalb auch die Schwesterfähre „Berlin“ für ein Segel vorbereitet haben”, sagt Michael Guldmann Petersen, COO von Scandlines.

    Auch die „Berlin“ bedient die Strecke zwischen Rostock und Gedser. Dank ihrer perfekten Lage erfüllt die Route die Bedingung für eine bestmögliche Wirkung des Segels auf den Antrieb, nämlich dass der Wind rechtwinklig auf das Segel trifft.

    „Unsere Route über die Ostsee verläuft in nord-südlicher Richtung, und der Wind kommt meist aus Westen oder Osten. Also hat unser Rotorsegel optimale Verhältnisse“, so der zufriedene Betriebschef.

    Andere grüne Maßnahmen von Scandlines auf dem Weg hin zu emissionsfreien Fähren sind nach außen hin nicht ganz so sichtbar, weil sie sich unter der Wasseroberfläche befinden. Aber ein Rotorsegel, das 30 Meter in die Luft ragt, ist ein sehr deutliches Zeichen für eine grüne Vision.

    „Insgesamt war das Interesse am Rotorsegel sehr groß – und groß war zunächst auch die Verwunderung unter den Passagieren über den „Schornstein“. Die meisten Besatzungsmitglieder sind mittlerweile Meister darin, technische Erklärungen zu geben, die gut verständlich sind“, berichtet Michael Guldmann Petersen.

    Tuomas Riski, CEO von Norsepower, sagt: „Wir freuen uns, dass Scandlines den Einsatz unserer Rotorsegel-Technologie ausweitet, nachdem auf ihrem ersten Schiff, der „Copenhagen“, das Ziel der reduzierten CO²-Emissionen erreicht wurde. Die Funktionsweise unseres Rotorsegels wäre praktisch auf ca. 30.000 Schiffen der weltweit aktuellen Flotte anwendbar und wir hoffen, dass dieses wachsende  Vertrauen in Windantriebstechnologie ein weiteres Signal an Reeder und Betreiber ist."

    Die Vorbereitung für das Rotorsegel besteht unter anderem darin, dass auf der Fähre ein Stahlfundament gebaut wird, auf dem dann das Rotorsegel stehen soll. Die Arbeiten fanden statt, wenn die „Berlin“ Ende Mai ihren planmäßigen Werftaufenthalt bei Remontowa in Polen hatte. Die Installation des eigentlichen Rotorsegels ist für 2022 geplant.

    Erfahren Sie mehr über den frachtbezogenen CO2-Ausstoß, die Nachhaltigkeitsprojekte von Scandlines und unsere grüne Agenda.

Sind Sie an weiteren Neuigkeiten über die Scandlines-Gruppe interessiert, die über die Frachtwelt hinausgehen?

Diese finden Sie im Presseraum der Scandlines-Gruppe

 


Möchten Sie mehr über die Scandlines Gruppe, ihre Geschichte, die Investoren oder beispielsweise unsere Compliance-Standards erfahren, lesen Sie hier mehr über uns